„Viele Texte von Friedrich Stolze sind heute noch sehr aktuell. Er hat immer für mehr Freiheit gekämpft. Wir sollten in seinem Sinne wirken damit die heute erreichte Freiheit uns auch erhalten bleibt“, so Roger Podstatny, Vorsitzender der SPD Sossenheim.
SPD Ortsverein Sossenheim hatte unter dem Motto „Wählt, Berjer wählt!“ zu einer Benefiz-Veranstaltung mit Mario Gesiarz, Gründer des Frankfurter Mundart-Rezitations-Theater, in das Stadtteilzentrum der Arbeiterwohlfahrt Sossenheim eingeladen. Die Veranstaltung zu Gunsten des Kinderhauses Frank fand am Freitag, dem 17. März 2006, um 18.00 Uhr, im in Sossenheim, Dunantring 8, statt.
Mario Gesiarz ist ein leidenschaftlicher Stolze-Kenner und –Rezitator. In diesem Programm hat er viele, weitgehend unbekannte Texte aus der „“Frankfurter Latern“ erstmals vorgetragen. Musikalisch wurde er von seinem Sohn Viktor Gesiarz auf dem Knopfakkordeon mit Klezmer-Liedern begleitet.
Friedrich Stolze wurde 1816 in Frankfurt geboren. Von 1860 bis zu seinem Tod 1891 gab er die politisch-satirische Wochenzeitung „Frankfurter Latern“ heraus. Mehrfach verboten und mit Prozessen wegen Bismarck-, bzw. Majestätsbeleidigung verfolgt, erschienen insgesamt 1144 Ausgaben des Blattes, meistens in Hochdeutsch, aber auch mit mundartlichen Elementen. Friedrich Stolze, heute in erster Linie als Mundartdichter wahrgenommen, war ein hervorragender, phantasievoller Satiriker, dessen Werke immer wieder verblüffende Aktualität ausstrahlen.
Damit das Kinderhaus Frank von der Veranstaltung profitiert haben Marianne und Yilmas Karahasan die Getränke und das Essen gespendet, die AWO hat den Raum zur Verfügung gestellt und die SPD hat die Künstlergage übernommen, die von den Künstlern für den guten Zweck bereits reduziert würde. Daraufhin konnten alle Einnahmen dem guten Zweck zugute kommen. Die eingenommene Summe wurde von Günter Moos und Roger Podstatny auf 400 € aufgestockt und am Dienstag, dem 21. März 2006 der Leiterin des Kinderhauses, Frau Petra Prinz übergeben.