Das im Jahre 1218 erstmals erwähnte Sossenheim liegt südlich der Autobahn A 66, die auf der Trasse der römischen Heerstraße von Mainz nach Römerstadt Nida [Heddernheim) verläuft.

eines der Wahrzeichen von Sossenheim
Der Ort gehörte bis 1803 zum Kurfürstentum Mainz und danach bis 1866 zum Herzogtum Nassau. Im Jahre 1866 wurde Sossenheim preußisch 1928 wurde es durch Eingemeindung ein Stadtteil von Frankfurt am Main, mit dem es 1945 zum Land Hessen kam
Die Bevölkerung lebte bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts von überwiegend kleinbäuerlich geprägter Landwirtschaft Als erster Gewerbezweig kam um 1820 die in Heimarbeit betriebene „Hasenhaarschneiderei“, die um 1880 ihre Blüte erreichte. Danach ging es mit diesem Gewerbe bergab und um 1910 gab der letzte dieser Zunft sein Handwerk auf. Bedingt durch die Industrialisierung im Frankfurter Umland und reiche Lehmvorkommen in der Sossenheimer Gemarkung, wurden um 1850 die ersten Ziegeleien gegründet Die Ziegelsteine (Back oder Russensteine) wurden anfangs im Feldbrand und ab 1890 im Ringofen gebrannt In den sechziger Jahren wurde die letzte Ziegelei im Stadtteil geschlossen Ehemalige Lehmgruben wurden verfüllt oder bebaut
Durch die 1863 im benachbarten Höchst gegründeten Farbwerke entwickelte sich Sossenheim zu einer typischen Arbeiterwohnsitzgemeinde. Seit 1869 sind Sozialdemokraten in Sossenheim aktenkundig. Das 1924 von den Freien Turnern erbaute „Volkshaus" ist nach der Anfang der neunziger Jahre erfolgten Erweiterung eines der schönsten Frankfurter Bürgerhäuser. Es wird jetzt von der Frankfurter Saalbau GmbH verwaltet

Das Volkshaus Sossenheim
Als einziger nennenswerter Industriebetrieb eröffnete die Moha 1951 hier die damals modernste Molkereianlage Europas Heute wird die Milch außerhalb Frankfurts verarbeitet Das Gelände wurde nach Abriss der alten Anlagen mit dem „Westpark" neu bebaut.
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