Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr und Jubilarehrung

Veröffentlicht am 29.11.2021 in Allgemein

Zufrieden blickte der Vorsitzende, Roger Podstatny, bei der Mitgliederversammlung der SPD-Sossenheim auf die letzten 18 Monate zurück. Bei der Bundestagswahl wurde die SPD stärkste Partei in Sossenheim. Gemeinsam mit Mike Josef und Armand Zorn ehrte Podstatny vier Genossinnen und zwei Genossen für insgesamt 255 Jahre Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei. 

(Auf dem Foto von links nach rechts: Roger Podstatny, Mike Josef, Dorothea Otto, Wilfried Otto, Marianne Karahasan, Tekin Karahasan, Ursula Redlich, Marianne Hochrein, Armand Zorn)

Bei der Bundestagswahl wurde die SPD stärkste Partei in Sossenheim. Mit Armand Zorn vertritt ein direkt gewählter Genosse den Frankfurter Westen im Bundestag. Die Sossenheimer Partei habe im Wahlkampf vielfältige Aktivitäten entwickelt. Podstatny, der als Gäste den frisch gewählten Armand Zorn und den Frankfurter SPD-Vorsitzenden Mike Josef im Stadtteilzentrum begrüßen konnte, wies in seinem Rechenschaftsbericht auf das traditionelle Friedensfest hin, das seine Partei gemeinsam mit der AWO und dem Volkshausverein zum Antikriegstag am 28. August organisiert hatte. Vor 150 Jahren hatten Kriegsteilnehmer aus dem Deutsch-Französischem Krieg eine Eiche gepflanzt. Die Sossenheimer Sozialdemokraten gedachten dieses Jubiläums an der „Friedenseiche“ mit einer neuen Gedenktafel.

Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Mit Dorothea und Wilfried Otto, sowie Marianne Karahasan blicken drei Mitglieder auf eine jeweils 50-jährige Mitgliedschaft zurück. Ursula Redlich und Tekin Karahasan erhielten ihre Urkunden für die 40-jährige Mitgliedschaft. Marianne Hochrein gehört der Partei 25 Jahre an. Podstatny unterstrich, dass alle Jubilarinnen und Jubilare aktiv in der SPD mitgearbeitet haben und es teilweise noch tun. Ursula Redlich ist heute noch aktives Vorstandsmitglied, Marianne Karahasan leitet seit über 30 Jahren die Arbeiterwohlfahrt in Sossenheim mit dem Stadtteilzentrum am Dunantring.

Die Mitgliederversammlung diskutierte schließlich noch einen Antrag, mit dem Ziel einer stärkeren politischen Gewichtung der älter werdenden Gesellschaft. Darin heißt es: > Wir brauchen ein verändertes Altersbild als Basis für das Zusammenleben. Wir müssen uns von der problembelasteten Perspektive lösen und wahrnehmen, dass trotz objektiv eingeschränkterer Lebensumstände, viele ältere Menschen in der Lage sind, ein stabiles Zufriedenheitsniveau beizubehalten. Wir brauchen aber auch konkrete Maßnahmen zur Gestaltung der älter werdenden Gesellschaft, die der Komplexität entsprechen.<

Dazu gehört, dass in allen Stadtteilen Bürgerhäuser Orte der Begegnung und des Austausches für alle Generationen werden sollen. Diese müssten vielfältige nicht-kommerzielle, niedrigschwellige Angebote auch für die ältere Generation unterbreiten, um die Teilhabe an der Gesellschaft zu verbessern.

 

Der gesamte Antrag:

 

Demographischen Wandel politisch gestalten

 

Deutschland ist mitten im demographischen Wandel. Die sinkende Zahl der Menschen im jüngeren Alter und die gleichzeitig steigende Zahl älterer Menschen verschieben den demo­grafischen Rahmen in bisher nicht gekannter Art und Weise. Jede zweite Person in Deutschland ist heute älter als 45 und jede fünfte Person älter als 66 Jahre. In den letzten 30 Jahren ist die Gruppe der über 65-jährigen von 12 Millionen auf 18 Millionen gewachsen.

Das stellt unsere Gesellschaft vor komplexe Herausforderungen. Dabei gilt es ein differenziertes Bild zu entwickeln. Individuell und gesellschaftspolitisch zeigen sich sowohl Entwicklungsmöglichkeiten wie –grenzen. Ältere Menschen sind zu einem Großteil fit und mobil, erleben aber auch Verluste bei körperlichen Funktionen und kognitiven Fähigkeiten. Gleichzeitig verfügen sie über Lebens- und Berufserfahrungen die unsere Gesellschaft bereichern können.

Wir brauchen ein verändertes Altersbild als Basis für das Zusammenleben. Wir müssen uns von der problembelasteten Perspektive lösen und wahrnehmen, dass trotz objektiv eingeschränkterer Lebensumstände, viele ältere Menschen in der Lage sind, ein stabiles Zufriedenheitsniveau beizubehalten. Wir brauchen aber auch konkrete Maßnahmen zur Gestaltung der älter werdenden Gesellschaft, die der Komplexität entsprechen.

Die SPD hat von der kommunalen bis zur Bundesebene diese Herausforderung anzunehmen. Die SPD Frankfurt setzt sich dafür ein, ein differenziertes und unverkrampftes Bild in der Gesellschaft zu verankern. Konkret fordert und strebt sie unter anderem an:

  • Einrichtung von Bürgerhäusern als Orte der Begegnung und des Austausches für die ganze Bevölkerung.
  • Integriert sein müssen vielfältige niedrigschwellige Angebote für ältere Menschen,
    • die auf die Erhaltung kognitiver, körperlicher, sozialkommunikativer und
    • alltagspraktischer Kompetenzen, sowie
    • den Umgang mit neuen Technologien zielen, um Informationen und Angebote nutzen zu können und in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
    • Ebenfalls sind in den Bürgerhäusern Bildungsangebote aufzunehmen, mit dem Ziel Interesse für bürgerschaftliches Engagement zu wecken und darauf vorzubereiten.
  • Gleichzeitig sind die Anstrengungen zu erhöhen, alte Menschen in dieser Lebensphase zu unterstützen, ihre Selbstbestimmung, Eigenständigkeit und Teilhabe solange wie möglich zu erhalten und zu fördern; zu berücksichtigen ist, dass die Pflege durch Familienangehörige zunehmend schwieriger wird, da sich Familienstrukturen durch Singularisierung, Verkleinerung der Familien, Hochaltrigkeit etc. verändern.
  • In der Pflege ist die Partizipation der Pflegbedürftigen zu fördern; sie sind als selbstbestimmende Menschen mit ihren Anforderungen und Wünschen wahrzunehmen; Pflegebedürftige sind keine Kinder.
  • Die Finanzierung der Pflegeangebote auf allen Stufen muss gewährleistet werden.
  • Barrierefreiheit im Öffentlichen Nahverkehr, bei Ämtern und Behörden.
  • Verbindliche Standards zu ausreichend barrierefreien Wohnungen.
  • Bei allem ist zu berücksichtigen, dass
    • durch den ausgeweiteten Niedriglohnsektor, prekäre Beschäftigung und viele Soloselbstständige Altersarmut für breite Schichten vorprogrammiert ist,
    • das Alter überwiegend weiblich ist und Frauen deutlich stärker von Altersarmut betroffen sind, und
    • jede vierte Person in Deutschland und jede zweite Person in Frankfurt einen Migrationshintergrund hat, insofern ist die ethische, kulturelle und religiöse Vielfalt zu berücksichtigen.
 

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Roger Podstatny

SPD im Römer

www.spd-im-roemer.de

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