Der SPD Ortsbeirat Günter Moos beantragt in der ersten Sitzung des Ortsbeirates am 2.5.06, dass Stadtverordnetenversammlung und Magistrat, den Antrag der Schulkonferenz der Eduard-Spranger-Schule auf Umwandlung in eine Integrierte (schulformübergreifende) Gesamtschule unterstützen.
In den Schuljahren 2004/05, 2005/06 und 2006/07 konnte der Realschulzweig der Eduard-Spranger-Schule nur einzügig besetzt werden. Die vom Hessischen Kultusministerium geforderte Zweizügigkeit des Realschulzweiges kann auch in Zukunft voraussichtlich nicht gewährleistet werden. Die Schließung des Realschulzweiges würde eine reine Hauptschule für den Stadtteil Sossenheim zur Folge haben. Schüler, die weiterführende Schulen besuchen möchten, müssten weite Anfahrtswege in Kauf nehmen.
Die Aussagen der Eltern Sossenheimer Grundschulkinder belegen eindeutig den Wunsch nach einer weiterführenden Schule, die alle Schullaufbahnen zulässt, also eine Integrierte Gesamtschule (IGS), im Stadtteil. Die langjährige Arbeit im Schulverbund mit Sossenheimer Grundschulen zeigt, dass die pädagogische und methodische Arbeit in den Grundschulen am besten in der Schulform einer IGS weitergeführt werden kann. Gerade für Kinder zugewanderter Familien, mit beobachtbaren Lernentwicklungsverzögerungen erscheint hinsichtlich der Chancengleichheit eine längere Schulzeit, die Zeit für die Schulung von Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen lässt, unerlässlich.
Seit einigen Jahren ist die Abwanderung Sossenheimer Schüler an schulformübergreifende Schulen benachbarter Stadteile sowie in den Main-Taunuskreis zu beobachten. Eine IGS in Sossenheim würde das Abwandern der Schüler aus Sossenheim verhindern.
"Die SPD respektiert den Elternwillen und will ein wohnortnahes weiterführendes Schulangebot im Sossenheim, deshalb unterstützen wir den Antrag der Eduard-Spranger-Schule auf Umwandlung in eine Integrierte Gesamtschule," stellt Roger Podstatny, Vorsitzender der SPD Sossenheim, fest.