„Wir begrüßen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Frankfurt, die den Weg zur Renaturierung der Nidda im Bereich Höchst und Sossenheim ermöglicht. Wir hoffen, dass sich kein weiteres Gericht mit diesem Vorgang beschäftigen muss und die ökologisch sinnvolle Renaturierung der Nidda endlich durchgeführt werden kann. Die Renaturierung würde außerdem den Erholungs- und Freizeitwert der Nidda weiter erhöhen, so dass auch die Menschen etwas davon haben, “ erklärte Roger Podstatny, Sprecher des Arbeitskreises Ökologie und Vorsitzender der SPD Sossenheim.
Die geplante weitere Renaturierung der Nidda durch das Ersetzen des Höchster und Sossenheimer Wehres durch sogenannte „rauhe Rampen“, den Anschluss von Altarmen in diesem Bereich und weitere Maßnahmen ermöglichen es die Nidda wieder zu einem zusammenhängenden Ökosystem zu machen, in dem alle Fischarten und Flußlebewesen auch flussaufwärts die Steigungen problemlos überwinden können. Zurzeit ist die Nidda zwischen den Wehren kein Fluss sondern ein System hintereinander liegender Seen. Ein ökologisch wichtiger Austausch von Lebewesen findet kaum statt.
Rauhe Rampen sind Steinschüttungen, die den Wasserspiegel etwa auf dem gleichen Niveau halten wie die noch vorhandenen Wehre. Sie sind hydraulisch so ausgelegt, dass sie sowohl die minimale Wassermenge (im Sommer) als auch die maximale Wassermenge (bei Hochwasser) verkraften. Sie sind so konstruiert, dass sie für Fische und andere Wasserbewohner in beide Richtungen passierbar sein werden.
Finanziert wird dieser Umbau aus der Ausgleichsabgabe.