Bundestagsabgeordnete Gregor Amman stellte in seiner kurzen Ansprache heraus, wie wichtig gerade die Ostpolitik von Willy Brandt und die Europäische Union für das friedliche Zusammenleben in den letzten über 60 Jahren zumindest in Mitteleuropa sind. Er erläuterte die zentralen Forderungen der SPD: Mindestlohn, damit man von seiner Arbeit auch leben kann, Ausstieg aus der hochriskanten Atomenergie, Ausbau der erneuerbaren Energien und Schutz der Arbeitnehmer in der Krise. Abschließend forderte die Anwesenden auf am 27. September wählen zu gehen.
Am 1. September 1939 entfesselten die Nazis mit dem Überfall auf Polen den 2. Weltkrieg. Zur Mahnung für den Frieden begeht die SPD in Sossenheim schon seit 1971 am letzten Samstag im August ihr Friedensfest.
Auch in diesem Jahr fand das Friedensfest nicht unter der eindrucksvollen 138 Jahre alten Eiche, sondern auf dem Sossenheimer Kirchberg statt. Es ist dadurch gelungen noch mehr Bürgerinnen und Bürger anzusprechen. Das Wetter war, bis auf einen kurzen aber heftigen Schauer, hervorragend was die Stimmung unter den Gästen und den Sozialdemokraten noch steigerte. Bei kühlen Getränken, leckerem selbstgebackenem Kuchen und Würsten vom Grill wurde viel diskutiert und politisiert. Klaus und Günter Moos vom Ortbeirat gaben kompetent Auskunft. Musikalisch umrahmt wurde das Programm von Hannelore Möbius und Yilmaz Karahasan, die damit demonstrierten, dass bei der SPD immer ordentlich "Musik drin ist".
Die Friedenseiche war 1871 von Kriegsteilnehmern gepflanzt worden, die aus dem Deutsch-Französischen Krieg heimgekommen waren. Hundert Jahre später, 1971, hatten Jungsozialisten am Baum einen Gedenkstein gelegt mit der Aufschrift: „Wir alle tragen für die Verantwortung für den Frieden in der Welt.“